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Die Canadian National Railway Company (CN)...
mit Hauptsitz in Montreal/Kanada ist 1999 aus dem Zusammenschluss der Eisenbahngesellschaften Canadian National und Illinois Central enstanden und hat sich seit Ihrer ursprünglichen Gründung im Jahre 1832 als eine der größten nordamerikanischen Transportunternehmen etabliert. Mit ca. 22.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von knapp 8 Mrd. CAD werden jegliche Art von Gütern, wie z.B. Petroleum, Getreide, Kohle, Metalle und Mineralien, auf dem nordamerikanischen Kontinent vom Atlantik bis zum Pazifik in Ost-West-Richtung und von Kanada bis zum Golf von Mexiko in Nord-Süd-Richtung per Güterzügen transportiert.
Die zu befördernden Güter, über ein Produktionsplanungssystem optimal auf Güterwägen verteilt und zu Güterzügen kombiniert, werden in sogenannten "Classification Yards" oder auch "Hump Yards" (Rangierbahnhöfe) über einen Ablaufberg zusammengestellt. Ein Ablaufberg besteht immer aus einer oder mehrerer Eingangsspuren und bis zu 100 Ausgangsspuren. Dabei rollen die einzelnen Güterwägen, über die Eingansspuren auf einen kleinen Hügel geschoben, den Abhang hinunter und werden über das "Hump Process Control System" durch Umlegen von Weichen auf die richtige Ausgangsspur geleitet. CN betreibt derzeit 4 dieser Classification Yards: 2 in Toronto/Kanada, eine in Winnipeg/Kanada und derzeit im Aufbau befindlich Memphis/USA.
Genau diese Anwendung, das Hump Process Control System (HPCS), wurde ursprünglich mit einem Aufwand von ca. 100 Mannjahren hauptsächlich in der Programmiersprache Fortran/77 auf der HP1000-Plattform (ehemaliges RealTime-Rechnersystem von HP) entwickelt. Da die HP1000-Plattform seit einigen Jahren von HP nicht mehr unterstützt wird, gab es im Jahr 2005 eine strategische Entscheidung von CN, die installierten Rechner durch eine neue, moderne Rechnergeneration zu ersetzen.
Die dann von CN durchgeführten Untersuchungen bzgl. möglicher Migrationsstrategien (Neuprogrammierung, Beschaffung einer Standardanwendung, Software-Portierung) haben ergeben, dass für CN der Weg einer Software-Portierung unter Nutzung des von OrgaBIT entwickelten Portierungswerkzeug RTE-UX den schnellsten und kostengünstigsten Erfolg bringen würde. Neben der Erhaltung der Investitionen in die vorhandene Anwendung konnten so auch die portierten Programme mit notwendigen technischen Erweiterungen ausgestattet werden und das KnowHow der betroffenen Mitarbeiter weiter genutzt werden.
So wurde das Hump Process Control System auf Basis von RTE-UX und mit Hilfe von OrgaBIT binnen ca. 6 Monaten auf die HP9000/HP-UX-Plattform unter Nutzung des HP Fortran/90-Compilers portiert und die Anlagen in Toronto im Juni 2006 und in Winnipeg im September 2007 in Produktivbetrieb genommen. Die neu erbaute Anlage in Memphis wird Ende 2007 in Echtbetrieb gehen.
Durch die Portierung der bestehenden Anwendung auf ein Unix-System konnten im Laufe des Projektes auch viele Neuerungen und Erweiterungen in die Software eingearbeitet werden. So wurde z.B. eine Fortran-Schnittstelle in die IBM MQ-Series API geschaffen, um mit dem CN Produktionsplanungssystem kommunizieren zu können.
Neben den vielen zusätzlichen Möglichkeiten, die CN durch die Portierung der Software auf ein Unix-System hat, war insbesondere auch der enorme Performance-Gewinn beeindruckend.
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